Nordin Kapic über seinen Weg bis hin zur March Madness
Vom Nachwuchsverein zur March Madness und ins Nationalteam
Vom ersten Training im Nachwuchs bis zum Auftritt bei der March Madness und dem Debüt im österreichischen Herren-Nationalteam: Nordin Kapic hat in den vergangenen Jahren einen beeindruckenden Weg zurückgelegt. Im Interview blickt er auf seine Zeit bei unserem Verein zurück, erzählt von den Herausforderungen in den USA und spricht über seine nächsten Ziele.
Du hast deine Basketballkarriere bei uns im Verein begonnen und deine Nachwuchszeit hier verbracht. Welche Erinnerungen verbindest du mit dieser Zeit und was hat dich damals besonders geprägt?
„Ich verbinde mit dieser Zeit sehr viele schöne Erinnerungen. Hier habe ich nicht nur die Grundlagen des Basketballs gelernt, sondern auch Freundschaften geschlossen und Werte wie Disziplin, Teamgeist und harte Arbeit mitgenommen. Gemeinsam konnten wir mehrere Wiener und Österreichische Meistertitel feiern – Erfolge, auf die ich bis heute stolz bin.Der Verein hat mir die Möglichkeit gegeben, mich sowohl als Spieler als auch als Mensch weiterzuentwickeln. Rückblickend bin ich allen Trainern, Mitspielern und Unterstützern sehr dankbar, die mich auf meinem Weg begleitet haben.“
Nach deiner Zeit im Nachwuchs hast du den Schritt ans College in die USA gewagt. Wie herausfordernd war dieser Wechsel für dich – sportlich und persönlich?
„Der Schritt war definitiv eine der größten Herausforderungen meines Lebens. Mit 17 Jahren alleine in die USA zu ziehen, ohne Familie oder Freunde, war nicht einfach. Ich musste mich an eine neue Kultur, eine andere Sprache und einen völlig neuen Basketballstil gewöhnen.Gleichzeitig hat mich genau diese Erfahrung enorm wachsen lassen. Ich habe gelernt, Verantwortung für mich selbst zu übernehmen und auch mit Rückschlägen umzugehen.“
In den vergangenen Jahren hast du dich kontinuierlich weiterentwickelt und dir deinen Platz Schritt für Schritt erarbeitet. Ist mit der Teilnahme an der March Madness ein großer Traum für dich in Erfüllung gegangen?
„Auf jeden Fall. Als ich als Kind mit Basketball begonnen habe, war die March Madness etwas, das ich nur im Fernsehen gesehen habe. Dort selbst auf dem Feld zu stehen, war ein ganz besonderer Moment und ein Ziel, auf das ich jahrelang hingearbeitet hatte. Gleichzeitig hat mir diese Erfahrung gezeigt, dass es immer neue Ziele gibt. Ich bin stolz darauf, bei der March Madness dabei gewesen zu sein, sehe es aber eher als einen wichtigen Meilenstein als als Endpunkt.“
Mit dem Abschluss deiner College-Karriere beginnt nun das nächste Kapitel. Du bist aktuell auf der Suche nach einem neuen Verein. Welche Prioritäten setzt du bei deiner Entscheidung?
„Für mich steht die sportliche Entwicklung an erster Stelle. Ich möchte in einer Situation sein, in der ich Verantwortung übernehmen, viel spielen und mich täglich weiterentwickeln kann.
Natürlich spielt auch die Qualität der Liga eine große Rolle. Am wichtigsten ist für mich aber ein Umfeld mit einem Trainer und einer Organisation, die Vertrauen in mich haben und mir helfen, den nächsten Schritt in meiner Karriere zu machen. Das Land ist dabei eher zweitrangig.“
Vor kurzem hast du im Rahmen der FIBA World Cup Qualifikation 2027 dein Debüt für das österreichische Herren-Nationalteam gefeiert und dabei mit starken Leistungen überzeugt. Wie hast du diese Zeit erlebt?
„Es war ein unglaublich stolzer Moment. Das erste Mal das Trikot der österreichischen Herren-Nationalmannschaft zu tragen, ist etwas ganz Besonderes. Dafür habe ich viele Jahre gearbeitet. Mit erfahrenen Spielern zusammenzuspielen und gleichzeitig meinen Beitrag leisten zu können, war eine tolle Erfahrung. Österreich zu vertreten, bedeutet mir sehr viel, und ich hoffe, dass ich das Nationalteam noch viele Jahre unterstützen kann.“
Zum Abschluss: Welche Botschaft möchtest du den Nachwuchsspielerinnen und Nachwuchsspielern unseres Vereins mit auf den Weg geben?
„Habt keine Angst davor, groß zu träumen. Egal, ob euer Ziel die Bundesliga, das College oder der Profibasketball ist – es beginnt alles mit täglicher Arbeit. Es wird Rückschläge geben, aber genau diese Momente machen euch stärker. Bleibt geduldig, arbeitet an euch und vergleicht euch nicht ständig mit anderen. Wenn ihr jeden Tag ein kleines Stück besser werdet und nie aufgebt, könnt ihr viel mehr erreichen, als ihr euch heute vielleicht vorstellen könnt.“
